Das Wichtigste auf einen Blick
Horizontalsperre: Eine dringende Notwendigkeit für alle Altbauten
Altbauten haben ihren eigenen Charme und eine besondere Atmosphäre, doch sie bringen auch Herausforderungen mit sich. Viele ältere Häuser leiden unter aufsteigender Feuchtigkeit, die zu Schimmelbildung und Schäden an der Bausubstanz führen kann. Dieses Problem entsteht häufig durch mangelnden Regenschutz, Grundwasser oder Kondensation. Eine Horizontalsperre ist deshalb unverzichtbar, denn sie hält das Mauerwerk trocken und sichert die Lebensqualität der Bewohner.
Während Neubauten regelmäßig mit Horizontalsperren ausgestattet werden, ist die nachträgliche Installation einer Horizontalsperre bei Altbauten besonders überprüfen, da diese oft keine oder nur eine defekte Sperrschicht haben. Durch geeignete Methoden und Materialien kann diese Sperre nachträglich eingebaut werden, um das Haus langfristig vor Feuchteschäden zu schützen.
Hinweis:
Der Einbau einer Horizontalsperre verbessert nicht nur das Raumklima, sondern schützt auch vor gesundheitlichen Risiken wie Schimmelbildung und erhöht die Energieeffizienz des Hauses. Somit trägt sie wesentlich zum Wohnkomfort und zur Werterhaltung des Gebäudes bei. Kurz gesagt, eine Horizontalsperre ist eine Investition in die Zukunft Ihres Hauses und Ihrer Gesundheit.
Kostenfaktoren bei der Installation einer Horizontalsperre
Die Frage „Was kostet eine Horizontalsperre?“ ist nicht pauschal zu beantworten, da die Kosten stark variieren können. Verschiedene Faktoren beeinflussen die Gesamtkosten, darunter:
- die Methode der Sperre,
- das verwendete Material,
- die Dimensionen des Hauses und
- ob es sich um einen Neubau oder eine nachträgliche Sanierung handelt.
Im Neubau liegen die Kosten für eine Horizontalsperre zwischen 50 und 150 Euro pro Meter. Bei einer nachträglichen Installation können die Preise jedoch zwischen 70 und 350 Euro pro Quadratmeter schwanken, abhängig von der gewählten Methode und dem technischen Aufwand. Beispielsweise kostet eine einfache Horizontalsperre etwa 70 Euro pro Quadratmeter, während eine externe Abdichtung bis zu 350 Euro pro Quadratmeter kosten kann.
Zusätzlich beeinflussen auch die Preise der Handwerker und die Notwendigkeit größerer Sanierungsmaßnahmen die Gesamtkosten und deren Auswirkungen. Es ist daher ratsam, mehrere Angebote einzuholen und die verschiedenen Methoden und Materialien sorgfältig abzuwägen, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Horizontalsperren schützen Altbauten vor Feuchtigkeit und bewahren ihren Charme.
Preisübersicht der gängigsten Methoden zur Horizontalsperre
Es gibt verschiedene Methoden zur Installation einer Horizontalsperre, die sich in ihrer Wirksamkeit und ihren Kosten unterscheiden. Zu den gängigsten Verfahren zählen das Injektionsverfahren, das Mauersägeverfahren und das Bohrkernverfahren. Jede Methode hat ihre eigenen Vor- und Nachteile sowie spezifische Anwendungsbereiche.
Die Kosten für Horizontalsperren können je nach Methode mehrere tausend Euro betragen. Während das Injektionsverfahren als kostengünstige Methode gilt, ist das Mauersägeverfahren oft teurer, bietet jedoch eine hohe Effizienz und Langlebigkeit. Im Folgenden geben wir einen detaillierten Überblick über die drei wichtigsten Methoden und ihre jeweiligen Kosten:
Injektionsverfahren
Das Injektionsverfahren ist eine beliebte Methode zur Abdichtung von Wänden, die nicht aus Hohl- oder Natursteinen bestehen. Dabei gilt:
- Bohrlöcher werden im Abstand von 20 cm angebracht.
- Die Bohrlöcher müssen mindestens zwei Drittel der Wandtiefe durchdringen.
- Die Injektionslöcher sollten 8 bis 10 Zentimeter über dem Boden angezeichnet werden, um eine effektive Abdichtung des Injektionsverfahrens zu gewährleisten.
Die Kosten für das Injektionsverfahren betragen etwa 80 Euro pro Meter, sofern die Wand nicht zu stark durchfeuchtet ist. Verwendete Materialien sind unter anderem Alkalisilikat, Paraffin und Silikonharz. Nach der Injektion werden die Löcher mit wasserfestem Mörtel verschlossen, um die Abdichtung zu sichern.
Dieses Verfahren zeichnet sich durch einen geringeren technischen Aufwand und mäßigen Materialverschleiß aus. Es ist eine kostengünstige Möglichkeit, die Kapillaren und die Kapillarwirkung der Wände zu unterbinden und die Trockenlegung von Feuchtigkeitsschäden zu verhindern.
Mauersägeverfahren
Das Mauersägeverfahren ist eine mechanische Methode, bei der eine horizontale Fuge in das Mauer geschnitten wird. Diese Methode ist besonders für Naturstein- und Betonwände sowie dickes Mauerwerk geeignet und bietet eine hohe Effizienz und lange Haltbarkeit. Spezielle Werkzeuge wie Ketten- oder Diamantseilsägen kommen dabei zum Einsatz.
Die Kosten für das Mauersägeverfahren können bis zu 150 Euro pro Quadratmeter betragen, was es zu einer der teuersten Methoden macht. Doch die Investition lohnt sich, da robuste Folien und rostfreie Bleche verwendet werden, die eine dauerhafte Abdichtung garantieren.
Dieses Verfahren ist ideal für stark durchfeuchtete Wände und bietet einen umfassenden Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit und Schimmelbildung. Die Effizienz und Langlebigkeit machen das Mauersägeverfahren zu einer lohnenden Investition für langfristigen Schutz.
Bohrkernverfahren
Das Bohrkernverfahren ist eine weitere effektive Methode zur Abdichtung von Kellerräumen. Hierbei werden Löcher mit einem Durchmesser von 8 bis 10 Zentimetern in einem Abstand von 6 bis 8 Zentimetern gebohrt. Diese Löcher werden dann mit einem speziellen Mörtel gefüllt, der die Feuchtigkeit blockiert und die Kapillarwirkung der Wände unterbindet.
Dieses Verfahren ist besonders geeignet für Keller und Kellerwände sowie andere stark durchfeuchtete Bereich. Es bietet eine zuverlässige Abdichtung und trägt zur Energieeffizienz und zum Schutz der Bausubstanz bei.
Die Kosten variieren je nach Umfang der Arbeiten und den verwendeten Materialien, bieten jedoch eine solide Lösung für feuchte Kellerräume zu einem fairen Preis.
Kostenvergleich: Professionelle Installation vs. DIY
Die Entscheidung, ob man eine Horizontalsperre professionell installieren lässt oder selbst Hand anlegt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- Professionelle Installationen sind in der Regel teurer.
- Fachkräfte verwenden spezielle Werkzeuge und Materialien.
- Es werden standardisierte Methoden angewendet.
- Professionelle Dienste bieten häufig Garantien auf ihre Arbeit, was für zusätzliche Sicherheit sorgt.
Ein DIY-Ansatz kann kostengünstiger sein, jedoch variiert die Qualität der Ergebnisse stark und hängt von der handwerklichen Erfahrung des Installateurs ab. Eine gründliche Vorbereitung und die Beschaffung der richtigen Materialien sind entscheidend, um unvorhergesehene Kosten und potenzielle Fehler zu vermeiden.
Achtung!
Letztendlich bietet die Beauftragung eines professionellen Unternehmens die sicherste Option für die Installation einer Horizontalsperre, insbesondere bei komplexen oder stark beschädigten Mauerwerken. Die Wahl sollte sowohl das Budget als auch die Beschaffenheit des Mauerwerks und das Ausmaß der Wasserschäden berücksichtigen.
Langfristige Kosten und Wartung einer Horizontalsperre
Die Installation einer Horizontalsperre kann langfristig Kosten sparen, indem sie teure Reparaturen und Sanierungen verhindert. Eine regelmäßige Wartung ist allerdings entscheidend, um die Effizienz der Sperre zu gewährleisten und Schäden frühzeitig zu erkennen. Dies kann langfristig erhebliche Kosten einsparen und die Sicherheit der Bausubstanz erhöhen.
Zusätzlich können Kosten für die Dämmung des Kellers bis zu 40.000 € von der Steuer abgesetzt werden, sofern die Sanierung durch einen Fachbetrieb durchgeführt wird. Dies bietet einen zusätzlichen finanziellen Anreiz, in eine professionelle Installation und regelmäßige Wartung zu investieren.
Bei stark geschädigtem Mauerwerk kann jedoch ein Mauertausch erforderlich sein, der mit Kosten von 200 bis 250 Euro pro Quadratmeter verbunden ist. Daher ist es wichtig, die Horizontalsperre regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls Wartungsarbeiten durchzuführen, um langfristige Schäden zu vermeiden.

Stark geschädigtes Mauerwerk erfordert oft einen kostspieligen Mauertausch.
Kosten für Horizontalsperre: Finanzierungsmöglichkeiten
Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, um die Kosten für die Installation einer Horizontalsperre zu decken. Die KfW und das BAFA bieten Förderungen für Sanierungsmaßnahmen an, die die Energieeffizienz von Immobilien steigern. Wichtig ist, dass die Beantragung der Fördermittel vor der Durchführung der Sanierungsmaßnahmen erfolgt.
Ein Modernisierungskredit kann ebenfalls eine Lösung sein, um die finanziellen Belastungen zu reduzieren. Dieser ermöglicht die Finanzierung aufwendiger Sanierungen zu günstigen Zinsen, wobei oft ein Grundbucheintrag erforderlich ist, was die Nutzung des Kredits erleichtert. Alternativ bietet ein Wohnkredit eine unkomplizierte Abwicklung und günstigere Zinsen im Vergleich zu herkömmlichen Krediten.
Tipp:
Diese Förderungen und Kredite helfen dabei, die finanziellen Belastungen für die Installation einer Horizontalsperre zu reduzieren und das Wohnklima zu verbessern. Besonders Hausbesitzer profitieren von staatlichen Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen, die im Rahmen von Sanierungsprogrammen bereitgestellt werden.
Tipps zur Kosteneinsparung bei der Horizontalsperre
Die folgenden Tipps helfen Ihnen, die Kosten für die Installation einer Horizontalsperre zu optimieren und dennoch eine effektive Abdichtung zu gewährleisten:
- Die Auswahl eines kostengünstigen, aber effektiven Verfahrens zur Installation der Horizontalsperre kann die Kosten erheblich reduzieren. Chemische Injektionsverfahren sind oft kostengünstiger als physikalische Barrieren.
- Eine sorgfältige Planung und Vorbereitung kann ebenfalls dazu beitragen, unvorhergesehene Kosten während der Installation zu vermeiden.
- Das Einholen von Angeboten von mehreren Fachleuten ermöglicht einen besseren Vergleich der Preise und Leistungen.
- Zudem können Eigenleistungen, wie das Vorbereiten der Wände, die Gesamtkosten der Installation senken.
Häufig gestellte Fragen
1. Was kostet eine Horizontalsperre?
2. Welche Methode ist die beste für mein Haus?
3. Kann ich eine Horizontalsperre selbst installieren?
4. Gibt es Förderungen für die Installation einer Horizontalsperre?
5. Wie oft muss eine Horizontalsperre gewartet werden?
Zusammenfassung
Die Installation einer Horizontalsperre ist eine wesentliche Maßnahme, um Altbauten vor aufsteigender Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu schützen. Die Kosten variieren je nach Methode und Material, aber langfristig kann eine Horizontalsperre erheblich zur Werterhaltung und zum Wohnkomfort beitragen. Professionelle Installationen bieten zwar höhere Sicherheit, sind aber auch teurer. DIY-Methoden können Kosten sparen, erfordern jedoch handwerkliche Erfahrung und sorgfältige Planung. Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, die helfen können, die finanzielle Belastung zu reduzieren. Letztendlich ist es entscheidend, eine Methode zu wählen, die sowohl effektiv als auch kosteneffizient ist. Eine gute Vorbereitung und regelmäßige Wartung sind der Schlüssel, um langfristige Schäden und hohe Kosten zu vermeiden. Investieren Sie jetzt in eine Horizontalsperre und schützen Sie Ihr Zuhause für die Zukunft.


